Drei unvergessliche Wochen in Frankreich 

Am Samstag, den 14. März 2026, bin ich mit einem ganz mulmigen Gefühl aufgewacht. Denn dies war der Tag, an dem meine Zeit in Reims in Frankreich starten sollte. Am Vormittag fuhr ich mit dem Eurostar von Köln nach Paris, später mit dem Anschlusszug weiter nach Reims. Dort angekommen habe meine Unterkunft aufgesucht. Als ich die Tür öffnete, war ich einfach nur erleichtert: Mein Airbnb entsprach exakt den Fotos im Internet und genau meinen Vorstellungen, weshalb ich mich gleich wohl gefühlt habe. Den Abend habe ich genutzt, um meinen Koffer auszupacken, im kleinen Supermarkt nebenan das Nötigste einzukaufen und mich in der Wohnung einzurichten. Den Folgetag habe ich bei herrlichem Sonnenschein mit einem Spaziergang verbracht, um zu schauen, wo sich mein Arbeitsplatz für die nächsten drei Wochen befi ndet. Auch habe ich mir die Innenstadt angesehen und mich dort in ein Café gesetzt, um ein französisches Gebäck zu essen und einen Kaffee zu trinken. Am Abend stieg dann wieder die Aufregung; Fragen schossen mir in den Kopf, wie z.B. ,,Würden meine Kollegen nett sein?“ , ,,Würde mein Französisch für die Verständigung ausreichen?“, ,,Wissen wirklich alle Bescheid, dass ich ab morgen im Betrieb erscheine?“, usw. Am Folgetag machte ich mich morgens zu Fuß auf den Weg zur Arbeit. Dort angekommen habe ich mich gleich wohl gefühlt – alle meine Befürchtungen waren umsonst: Ich habe schnell gemerkt, wie off en und herzlich die Kollegen sind und wie sehr sie sich freuen, dass ich ganz aus Deutschland angereist bin, um bei und mit ihnen zu arbeiten. Im Betrieb haben wir alle so viel zusammen gelacht, ich war sofort als Teil des Teams integriert. Jeden Morgen wurde ich mit einem freundlichen ,,Bonjour Lene, ça va?“, begrüßt. Gesprochen habe ich nach kurzer Zeit nur noch französisch, was super funktioniert hat. Ich konnte den gesamten Betrieb kennenlernen, u.a. das Labor besichtigen, die Kläranlage oder auch das Lager. Zudem bin ich mit Kollegen aus dem technischen Bereich zu Kunden rausgefahren, um an den Wasserzählern zu arbeiten und Baustellen zu besichtigen. Zusätzlich habe ich knapp zwei Wochen im Kundenservice gearbeitet und die Bürotätigkeiten der Mitarbeiter kennenlernen dürfen, was mir wirklich gut gefallen hat. Auch nach Feierabend habe ich Vieles unternommen. Beispielsweise habe ich eine Messe zum Thema Gastronomie und Natur besucht oder den bekannten Markt am Samstagmorgen ,,Les Halles Du Boulingrin“ im Zentrum von Reims. Des Weiteren bin ich durch die Boutiquen in der Innenstadt geschlendert und habe einen Champagnerkeller besichtigt, da Reims in der Champagne liegt. Auch habe ich einen Ausflug ins Anbaugebiet der Champagnertrauben gemacht und ein Basketballspiel einer Frauenmannschaft aus Reims besucht. Ich habe so viel erlebt, gesehen und wurde so toll aufgenommen, dass ich mich, obwohl ich die meiste Zeit alleine war, gar nicht alleine gefühlt habe. Der Abschied im Betrieb an meinem letzten Arbeitstag ist mir dann tatsächlich auch nicht so leicht gefallen. Denn diese Erfahrung war für mich nicht nur irgendein Praktikum, sondern eine bereichernde Lebenserfahrung, die ich niemals vergessen werde. Noch nie zu vor war ich alleine gereist und hatte alleine gelebt. All das habe ich während dieser Zeit in Reims gelernt, und es hat mir wirklich richtig gut getan – alle Befürchtungen waren umsonst:) Auch das Wochenende nach meinem letzten Arbeitstag habe ich noch in Reims verbracht, von wo aus ich einen Tagesausflug nach Paris gemacht habe. Angesehen habe ich mir u.a. den Eiffelturm, die Avenue Champs-Élysées, Montmartre sowie den Arc de Triompfe. Am Folgetag ging es für mich dann wieder zurück in die Heimat, voller Vorfreude auf meine Familie. Ich bin unglaublich froh, dass ich diese tolle Erfahrung machen durfte!